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Ergebnisse der

Versorgungs­umfrage Endometriose 2026

1.446 Betroffene berichten, wie sie die Endometriose-Versorgung in Deutschland erleben.

März 2026

Hintergrund

Endometriose betrifft schätzungsweise 2 Millionen Frauen in Deutschland.

Die Versorgung wird seit Jahren kritisiert — lange Diagnosewege, unzureichende Therapieoptionen, fehlende Aufklärung. Aber wie erleben Betroffene die Situation wirklich?

Die Umfrage

Wir haben gefragt.

0

Betroffene haben geantwortet.

Im März 2026 haben wir eine umfassende Online-Umfrage zu Symptomen, Diagnoseweg, Versorgungssituation und Zufriedenheit durchgeführt — 30 Fragen, anonym, digital geteilt und beantwortet.

Das Ergebnis

Wie zufrieden sind Betroffene mit ihrer Versorgung?

Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden)

15
1,0/ 5

Gesamtzufriedenheit

n=1.446 | März 2026

Es gibt noch viel zu tun.
Betroffene sind mit der Versorgungslage überwiegend unzufrieden. Scroll weiter für die Details.

Akt II

Vielfältige Symptome und ein langer Weg zur Diagnose

Die Symptome der Endometriose sind vielfältig und gehen weit über Regelschmerzen hinaus. Bis zur Diagnose vergehen oft viele Jahre — eine Odyssee durch das Gesundheitssystem.

010
0,0/ 10

Schmerzstärke (NRS)

Ø letzte 4 Wochen

Schmerzstärke: 0,0/10

Im Durchschnitt berichten Betroffene eine Schmerzstärke von 6,7 von 10 in den letzten 4 Wochen. Über die Hälfte hat einen Wert von 7 oder höher.

Vielfältige Beschwerden

Fast alle Betroffenen leiden unter Magen-Darm-Beschwerden, Fatigue und Muskelschmerzen. Die Symptome gehen weit über Regelschmerzen hinaus.

Alltag stark beeinträchtigt

772 Betroffene (53%) geben an, dass ihre Beschwerden den Alltag stark oder sehr stark beeinträchtigen.

0

Jahre bis zur Diagnose

Median | Ø 11,5 Jahre

0 Jahre warten

So lange dauert es im Median, bis Endometriose diagnostiziert wird. Im Durchschnitt sogar 11,5 Jahre.

0

Ärzt:innen im Schnitt

Die Ärzt:innen-Odyssee

Betroffene sehen im Schnitt 4 verschiedene Ärzt:innen, bevor die Diagnose gestellt wird. Manche berichten von über 10.

Wie wird diagnostiziert?

Die Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist nach wie vor der häufigste Diagnoseweg. Bildgebung und klinische Diagnose gewinnen aber an Bedeutung.

Akt III

Wie sieht es in deiner Region aus?

Die Versorgungsqualität unterscheidet sich je nach Region. Entdecke, wie zufrieden Betroffene in deiner Nähe sind.

Versorgung in deiner Region

Jeder Kreis entspricht einem PLZ-Gebiet. Größe = Teilnehmerinnen, Farbe = Zufriedenheit.

Zufriedenheit nach PLZ-Region
Sehr schlecht
Schlecht
Unterdurchschnittlich
Mäßig
Mittel
Gut
Sehr gut
Kreisgröße = Anzahl
wenige
viele

94 PLZ-Regionen, nur mit mind. 3 Antworten. Bundesweiter Ø: 2,6 von 5.

Akt IV

Die Versorgung im Detail

Welche Angebote nutzen Betroffene? Wie zufrieden sind sie? Und was muss sich ändern?

Versorgungssituation

Welche Behandlungsangebote haben Betroffene in den letzten 6 Monaten genutzt? (Mehrfachnennung)

Aktuelle Medikation

Zufriedenheit mit der Versorgung

Skala 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden), Anteile in Prozent

Gynäkologische Praxis3,0
(n=1379)
15%
21%
28%
20%
16%
Endometriosezentrum – Klinik3,5
(n=714)
13%
24%
28%
26%
Endometriosezentrum – ambulant3,3
(n=309)
14%
13%
25%
19%
28%
Klinik (kein Endometriosezentrum)2,8
(n=354)
22%
24%
21%
19%
14%
Reproduktionsmedizin/IVF3,2
(n=138)
12%
20%
21%
25%
22%
Physiotherapie/Osteopathie3,8
(n=589)
23%
28%
37%
Psychotherapie3,8
(n=437)
24%
26%
35%
Reha/AHB3,4
(n=127)
13%
13%
24%
28%
24%
Digitale Behandlung3,7
(n=682)
28%
33%
27%
Operationen3,5
(n=501)
15%
29%
28%
23%
Hormontherapie2,7
(n=925)
19%
22%
33%
17%
Schmerztherapie2,9
(n=545)
25%
42%
19%
Gesamtzufriedenheit2,4
(n=1317)
17%
39%
33%
1 (sehr unzufrieden)
2
3
4
5 (sehr zufrieden)
| n = Anzahl Bewertungen

Versorgungsqualität

Inwieweit stimmen Betroffene den folgenden Aussagen zu?

Ich fühle mich mit meinen Beschwerden ernst genommen.2,6
(n=1446)
14%
32%
38%
Ich weiß, was ich im Alltag für mein Wohlbefinden tun kann.3,3
(n=1446)
13%
43%
32%
Ich bin über relevante Therapieoptionen gut informiert.2,9
(n=1446)
30%
35%
21%
Meine Schmerzen und Ziele wurden in die Therapieplanung einbezogen.2,3
(n=1446)
26%
33%
26%
Mir ist klar, welchen Teil Zentrum und Praxis übernehmen.2,3
(n=1446)
30%
37%
17%
Meine Behandler:innen arbeiten gut zusammen.2,1
(n=1446)
36%
31%
21%
Ich weiß, an wen ich mich bei Verschlechterung wenden sollte.2,8
(n=1446)
20%
28%
20%
21%
12%
Meine Krankenkasse unterstützt mich angemessen.2,6
(n=1446)
22%
25%
30%
17%
Die Aufklärung zu Endometriose in der Bevölkerung ist angemessen.1,8
(n=1446)
44%
40%
14%
stimme gar nicht zu
eher nicht
teils / teils
eher zu
stimme voll zu
| n = Anzahl Bewertungen

Digitale Versorgung

Digitale Hilfsmittel wie die Endo-App werden von Betroffenen als hilfreich bewertet. Doch der Antragsprozess für einen Freischaltcode bei der Krankenkasse ist für viele noch beschwerlich — das hemmt die Nutzung.

Wie erleben Betroffene den Beantragungsprozess?

OP-Erfahrungen

Erfahrungen mit Operationen in den letzten 24 Monaten

OP in den letzten 24 Monaten

Was fehlte nach der OP?

Fazit

Es gibt noch viel zu tun.

1.446 Betroffene haben uns ihre Erfahrungen mitgeteilt. Das Bild ist deutlich: Die Endometriose-Versorgung in Deutschland wird den Bedürfnissen der Betroffenen nicht gerecht.

10 Jahre bis zur Diagnose. Schmerzstärke 6,7/10. Gesamtzufriedenheit 2,6 von 5.

Diese Ergebnisse müssen sichtbar werden. Teile diesen Report mit Menschen in deinem Umfeld — damit mehr Verständnis entsteht für das, was Betroffene jeden Tag erleben.

Ausblick 2027

Im nächsten Jahr werden wir diese Erhebung wiederholen und berichten, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Melde dich bei unserem Newsletter an, um davon zu erfahren.

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Methodik & Datengrundlage

Erhebung

Zeitraum03.–24. März 2026
AnlassEndoMarch 2026
Stichproben=1.446
ErhebungstoolMicrosoft Forms
BearbeitungszeitMedian 8 Minuten
DatenerhebungAnonym, freiwillig, online

Hinweise

  • Die Umfrage wurde im Rahmen des EndoMarch 2026 digital geteilt und beantwortet (u.a. Social Media, E-Mail).
  • Es handelt sich um eine Convenience-Stichprobe — die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für alle Endometriose-Betroffenen in Deutschland.
  • Alle Angaben wurden anonym erhoben. Postleitzahlen werden nur auf Bundesland- bzw. PLZ2-Ebene aggregiert dargestellt.
  • Die Auswertung umfasst 30 Fragen zu Symptomen, Diagnoseweg, Versorgungssituation, Zufriedenheit und Verbesserungswünschen.